Teilzeit arbeiten? Das wurde lange vor allem mit Frauen, Familie und Kinderbetreuung verbunden. Doch dieses Bild verändert sich.
Immer mehr Männer in der Schweiz reduzieren ihr Pensum oder wünschen sich flexiblere Arbeitsmodelle. Mehr Zeit für Familie, Weiterbildung, Sport, persönliche Projekte – oder ganz einfach für ein Leben neben dem Beruf.
Teilzeit wird damit zunehmend zu einer Frage der Lebensgestaltung und nicht des Geschlechts.

Männer entdecken die Teilzeit
Der Schweizer Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Aktuelle Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen nicht nur ein starkes Beschäftigungswachstum. Auch bei den Arbeitspensen verändert sich etwas.
Während Vollzeitarbeit bei Männern lange praktisch als Standard galt, gewinnen reduzierte Pensen zunehmend an Bedeutung.
Das ist eine interessante Entwicklung. Denn sie zeigt, dass sich auch die Erwartungen an Arbeit verändern.
Karriere und ein hohes Pensum müssen nicht für jeden automatisch zusammengehören. Zeit wird ebenfalls zu einem wichtigen Gut.
Weniger arbeiten heisst nicht weniger engagiert sein
Gerade bei Männern hält sich teilweise noch die Vorstellung: Wer beruflich etwas erreichen will, arbeitet 100 Prozent.
Aber warum eigentlich?
Ein reduziertes Pensum kann Raum für Familie schaffen. Für eine Weiterbildung. Für Sport. Für ein eigenes Projekt. Oder einfach für mehr Erholung und Lebensqualität.
Das hat nichts mit fehlender Motivation zu tun.
Im Gegenteil: Wer sein Arbeitspensum bewusst an die eigene Lebenssituation anpassen kann, schafft möglicherweise bessere Voraussetzungen dafür, langfristig motiviert und gesund im Beruf zu bleiben.
Und wie sieht es in der Pflege aus?
In der Pflege ist Teilzeitarbeit schon lange Realität. Trotzdem lohnt es sich, auch hier genauer hinzuschauen.
Denn Pflegeberufe werden nach wie vor stark mit Frauen verbunden. Gleichzeitig braucht das Gesundheitswesen dringend qualifizierte Fachpersonen – Frauen und Männer.
Wenn wir mehr Männer für Pflegeberufe gewinnen und langfristig darin halten möchten, sollten deshalb auch unterschiedliche Vorstellungen von Arbeit Platz haben.
Nicht jeder möchte fünf Tage pro Woche arbeiten. Nicht jeder möchte dauerhaft dasselbe Pensum. Und nicht jede Lebensphase verlangt nach demselben Arbeitsmodell.
Warum sollte sich immer das Leben der Arbeit anpassen – und nicht auch einmal die Arbeit dem Leben?
Flexibilität kann ein Teil der Antwort sein
Genau hier werden flexible Arbeitsmodelle interessant.
Temporär arbeiten oder Einsätze über einen Pool zu übernehmen, kann Pflegefachpersonen mehr Einfluss darauf geben, wann, wie viel und teilweise auch wo sie arbeiten möchten.
Vielleicht möchtest du einige Monate bewusst mehr arbeiten und danach reduzieren. Vielleicht brauchst du fixe freie Tage. Vielleicht möchtest du verschiedene Institutionen kennenlernen. Oder du möchtest neben der Pflege genügend Zeit für Familie, Sport oder ein anderes Projekt haben.
Es gibt nicht das eine richtige Arbeitsmodell.
Es gibt das Arbeitsmodell, das zur eigenen Situation passt.
Teilzeit darf auch für Männer selbstverständlich sein
Dass immer mehr Männer Teilzeit arbeiten, ist deshalb mehr als eine interessante Arbeitsmarktstatistik.
Es zeigt einen gesellschaftlichen Wandel.
Arbeit bleibt wichtig. Aber genauso wichtig wird die Frage, welchen Platz sie im eigenen Leben einnehmen soll.
Gerade in einem anspruchsvollen Beruf wie der Pflege sollten wir diese Diskussion führen. Denn wenn wir Fachpersonen langfristig für die Pflege begeistern wollen, brauchen wir nicht nur attraktive Stellen.
Wir brauchen Arbeitsmodelle, die zu unterschiedlichen Menschen und unterschiedlichen Leben passen.
Bei Lifejob möchten wir genau diese Flexibilität ermöglichen – mit temporären Einsätzen, Pool-Lösungen und persönlicher Beratung.
Du arbeitest in der Pflege und möchtest dein Pensum stärker an dein Leben anpassen?
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