2. August 2026

Pflege im Akutspital: Zwischen Berufung und Belastung

Das Akutspital gehört nach wie vor zu den beliebtesten Arbeitsorten im Gesundheitswesen. Moderne Medizin, spannende Fachgebiete und die direkte Arbeit mit Patientinnen und Patienten machen diesen Bereich für viele Pflegefachpersonen besonders attraktiv.

Doch die aktuelle Studie «Puls der Pflegefachkräfte 2025» zeigt auch eine andere Realität: Viele Pflegefachpersonen lieben ihren Beruf – kämpfen aber täglich mit Rahmenbedingungen, die sie an ihre Grenzen bringen.

Die gute Nachricht: Nicht alles muss so bleiben. Flexible Arbeitsmodelle, persönliche Begleitung und passende Einsätze können dazu beitragen, dass Pflegefachpersonen wieder mehr Freude an ihrem Beruf finden.

Das Akutspital bleibt attraktiv – aber der Druck nimmt zu

Die Studie zeigt, dass rund 62,5 % der Mitarbeitenden im Akutspital bereits mehr als zehn Jahre Berufserfahrung mitbringen. Gleichzeitig ist der Nachwuchs mit rund 23 % vergleichsweise klein vertreten.

Auch beim Arbeitspensum zeigt sich eine spannende Entwicklung: Während viele Pflegefachpersonen heute mit einem Pensum von 90 bis 100 % arbeiten, wünschen sich viele ein Pensum zwischen 80 und 89 %.

Diese Diskrepanz zeigt deutlich: Viele möchten weiterhin engagiert in ihrem Beruf arbeiten – aber unter Bedingungen, die besser zu ihrem Leben passen.

Was Pflegefachpersonen am meisten belastet

Die Studie nennt drei zentrale Belastungsfaktoren:

  1. Personalmangel und hoher Arbeitsdruck
    Mit Abstand am häufigsten werden Personalmangel, Zeitdruck und Überlastung genannt. Viele Pflegefachpersonen haben das Gefühl, ihrem eigenen Qualitätsanspruch nicht mehr gerecht werden zu können.

  2. Fehlende Anerkennung
    Wertschätzung gehört zu den wichtigsten Bedürfnissen im Berufsalltag. Dabei geht es nicht nur um Lob, sondern auch um Respekt, Mitsprache und eine Führungskultur, die Mitarbeitende ernst nimmt.

  3. Lohn und Vereinbarkeit
    Auch die Entlöhnung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bleiben wichtige Themen. Viele wünschen sich mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihres Arbeitspensums.

Was Pflegefachpersonen im Beruf hält

Ebenso spannend ist die Frage, weshalb Pflegefachpersonen trotz der Belastungen bleiben.

Die drei wichtigsten Gründe sind:

  • ein starkes Team

  • der direkte Kontakt mit Patientinnen und Patienten

  • die Sinnhaftigkeit des Berufs

Diese Ergebnisse zeigen eindrücklich: Die meisten möchten ihren Beruf gar nicht verlassen. Sie möchten ihn unter besseren Bedingungen ausüben.

41 % sind offen für einen Stellenwechsel

Rund 41 % der befragten Pflegefachpersonen können sich einen Stellenwechsel vorstellen.

Dabei sucht nur ein Teil aktiv nach einer neuen Stelle. Viele wären jedoch offen für ein Angebot, das besser zu ihren persönlichen Bedürfnissen passt.

Das zeigt: Wechselbereitschaft bedeutet nicht fehlende Loyalität. Oft ist sie vielmehr ein Zeichen dafür, dass Menschen wieder Freude an ihrem Beruf finden möchten.

Mehr Flexibilität statt Berufswechsel

Viele Pflegefachpersonen glauben, sie müssten sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: bleiben oder kündigen.

Dabei gibt es oft einen dritten Weg.

Temporäre Einsätze bieten die Möglichkeit, den Pflegeberuf weiterhin mit Leidenschaft auszuüben und gleichzeitig mehr Einfluss auf den eigenen Berufsalltag zu gewinnen.

Je nach persönlicher Situation können sie beispielsweise ermöglichen:

  • ein Pensum, das besser zum Privatleben passt

  • mehr Zeit für Familie, Weiterbildung oder Erholung

  • verschiedene Institutionen und Fachbereiche kennenzulernen

  • Berufserfahrung zu erweitern

  • den passenden Arbeitgeber kennenzulernen, bevor man sich langfristig entscheidet

Gerade Pflegefachpersonen, die sich mehr Flexibilität wünschen, entdecken temporäre Einsätze heute immer häufiger als bewusst gewähltes Arbeitsmodell – und nicht mehr nur als Übergangslösung.

Persönliche Beratung macht den Unterschied

Jede Karriere ist anders.

Die eine Pflegefachperson sucht bewusst eine neue Herausforderung. Die andere möchte weniger Nachtdienste leisten. Wieder andere wünschen sich ein kleineres Pensum oder möchten nach einer Pause wieder in den Beruf einsteigen.

Deshalb glauben wir bei Lifejob nicht an Standardlösungen.

Wir nehmen uns Zeit für ein persönliches Gespräch, hören zu und finden gemeinsam heraus, welche Arbeitsform und welche Institution wirklich zu den individuellen Vorstellungen passen.

Ob temporärer Einsatz oder Festanstellung – unser Ziel ist nicht, möglichst schnell eine Stelle zu vermitteln, sondern langfristig die passende Lösung zu finden.

Auch Institutionen profitieren von flexiblen Lösungen

Die Herausforderungen betreffen nicht nur Pflegefachpersonen, sondern auch Spitäler und Pflegeinstitutionen.

Kurzfristige Personalausfälle, hohe Arbeitsbelastung und Fachkräftemangel verlangen nach flexiblen Lösungen.

Mit qualifizierten temporären Mitarbeitenden können Belastungsspitzen aufgefangen, Teams entlastet und die Versorgungsqualität sichergestellt werden. Gleichzeitig gewinnen Institutionen Zeit, um langfristige Rekrutierungen sorgfältig umzusetzen.

So profitieren beide Seiten: Die Mitarbeitenden erhalten mehr Flexibilität und die Institutionen mehr Stabilität.

Unser Fazit

Die Studie «Puls der Pflegefachkräfte 2025» macht deutlich: Pflegefachpersonen möchten ihren Beruf nicht aufgeben. Sie wünschen sich Arbeitsbedingungen, die ihnen ermöglichen, ihre Leidenschaft langfristig zu leben.

Mehr Flexibilität, passende Arbeitspensen, Wertschätzung und gute Teams gehören heute zu den wichtigsten Faktoren für Zufriedenheit und Bindung.

Genau hier setzen wir bei Lifejob an.

Wir begleiten Pflegefachpersonen persönlich auf ihrem Karriereweg und unterstützen sie dabei, eine Tätigkeit zu finden, die zu ihrem Leben passt – ob temporär oder fest, in Teilzeit oder Vollzeit.

Denn wir sind überzeugt: Wer unter den richtigen Bedingungen arbeitet, bleibt motiviert, engagiert und kann die Pflege leisten, die Patientinnen und Patienten verdienen.

 

Kontaktperson

Lifejob

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